| Aktive Elektronik? Keine Angst! |
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In den
weitaus meisten E-Gitarren sitzen an elektrischen Elementen nur
Pickups, Schalter und Potis, und das ist es dann. Alles nach alter
Väter Sitte rein passiv. Es funktioniert ja. Oder besser ausgedrückt:
Mit den Dingen, die nicht so gut funktionieren, haben wir uns im Laufe
der Zeit abgefunden. Die nehmen wir gar nicht mehr wahr. Kaum jemand
weiß, dass da manches durchaus besser gehen könnte. Nämlich wenn man
eine aktive Elektronik einbaut.
Für viele Musiker ist das noch etwas sehr Exotisches. Nur relativ wenige käufliche Gitarren haben so etwas drin. E-Bässe schon sehr viel häufiger. Damit kommen die knallharten Höhen für den Slap-Sound ganz anders rüber als mit einer althergebrachten passiven Schaltung. (Vorausgesetzt, man hat auch eine entsprechende Box mit zusätzlichem Mittel-/Hochton-Lautsprecher, am besten einem Horn.) Ist aktive Elektronik bei E-Gitarren Geldverschwendung? Die
Idee ist gar nicht mal neu, das hat es vor Jahrzehnten schon gegeben.
Sogar in Deutschland, z. B. von Höfner und Framus (damals noch mit
einem einzelnen Germanium - Transistor!). In den USA hat Gibson in den
70er Jahren aktive Schaltungen eingebaut, sehr viel mehr dann Alembic (Bild 1)
und Music Man. Heute gibt es aktive Gitarren von Fender (z. B. Eric
Clapton Strat und Richie Sambora Strat, beide mit Midrange-Booster),
ferner einige Modelle von Blade, Parker und anderen. Häufig sind das
solche, die zusätzliche Piezo-Pickups drin haben.
Außerdem kann man Vorverstärker-Module für E-Gitarren kaufen und nachträglich einsetzen (z. B. von EMG oder Bartolini). EMG stellt aktive Pickups her, die einen Vorverstärker fest eingebaut haben. Größere Stückzahlen haben aber bisher nur die aktiven Pickups von EMG erreicht. Die Module sind kaum angekommen. Woran liegt das? In vielen Fällen sehr wahrscheinlich daran, dass sie mit den Pickups nicht richtig zusammenspielen. Oft hat man den Eindruck, die Hersteller haben nicht wirklich verstanden, was sie da eigentlich gebaut haben. Die Abstimmung passt nicht, und so kommen da Sounds heraus, die vielen nicht gefallen. Das muss aber nicht so sein. Man kann da nämlich durchaus einiges besser machen. Wenn heute jemand die Behauptung aufstellt, dass aktive Gitarren besser sein können als passive, dann stößt er noch überwiegend auf Ablehnung. Da herrscht eine unbewusste Angst vor solcher Technik. Da könnte ja... |


In den
weitaus meisten E-Gitarren sitzen an elektrischen Elementen nur
Pickups, Schalter und Potis, und das ist es dann. Alles nach alter
Väter Sitte rein passiv. Es funktioniert ja. Oder besser ausgedrückt:
Mit den Dingen, die nicht so gut funktionieren, haben wir uns im Laufe
der Zeit abgefunden. Die nehmen wir gar nicht mehr wahr. Kaum jemand
weiß, dass da manches durchaus besser gehen könnte. Nämlich wenn man
eine aktive Elektronik einbaut.